Deine Uhr – verständlich erklärt.
Du möchtest mehr über deine Uhr erfahren? Hier findest du praktische Informationen zur Bedienung, Pflege und den wichtigsten Funktionen mechanischer und sportlicher Uhren.
Wie funktioniert eine Automatikuhr?
Eine Automatikuhr wird durch die Bewegung des Handgelenks aufgezogen. Im Inneren befindet sich ein Rotor, der sich bei Bewegungen dreht und dabei die Zugfeder des Uhrwerks aufzieht. Dadurch benötigt eine Automatikuhr grundsätzlich keine Batterie.
Wird die Uhr längere Zeit nicht getragen, bleibt sie nach Ablauf ihrer Gangreserve stehen und muss erneut aufgezogen und eingestellt werden. Eine mechanische Uhr ist ein Präzisionsinstrument – leichte Abweichungen von der exakten Uhrzeit sind im Alltag normal.
Die Kronenpositionen
- 0Eingedrückt: Handaufzug – Krone im Uhrzeigersinn drehen.
- 1Erste Stufe: Datum einstellen (bei Uhren mit Datum).
- 2Zweite Stufe: Uhrzeit einstellen.
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Bedienung & Einstellung
Viele Automatikuhren können zusätzlich zur Bewegung des Handgelenks auch von Hand aufgezogen werden. Bei einer verschraubten Krone muss diese zunächst vorsichtig gelöst werden. Anschließend wird die Krone in der dafür vorgesehenen Position im Uhrzeigersinn gedreht. Je nach Uhrwerk reichen einige Umdrehungen aus, um eine ausreichende Gangreserve aufzubauen. Die genaue Vorgehensweise kann je nach verwendetem Uhrwerk unterschiedlich sein.
Eine Schraubkrone dient dazu, die Krone sicher gegen das Gehäuse zu verschließen und unterstützt dadurch die Wasserbeständigkeit der Uhr. Zum Einstellen wird die Krone zunächst vorsichtig gegen den Uhrzeigersinn herausgeschraubt. Nach dem Einstellen wird sie unter leichtem Druck wieder im Uhrzeigersinn eingeschraubt, bis sie sicher am Gehäuse anliegt.
Beim Einstellen einer mechanischen Uhr sollte zunächst geprüft werden, welche Kronenposition für die jeweilige Funktion vorgesehen ist. Das Datum sollte bei vielen mechanischen Uhrwerken nicht während des Zeitraums eingestellt werden, in dem das Uhrwerk gerade den Datumswechsel durchführt.
Eine Automatikuhr wird durch die Bewegung des Handgelenks aufgezogen. Im Inneren befindet sich ein Rotor, der sich bei Bewegungen dreht und dabei die Zugfeder des Uhrwerks aufzieht. Dadurch benötigt eine Automatikuhr grundsätzlich keine Batterie. Wird die Uhr längere Zeit nicht getragen, bleibt sie nach Ablauf ihrer Gangreserve stehen und muss erneut aufgezogen und eingestellt werden. Je nach Uhrwerk kann die Gangreserve unterschiedlich ausfallen.
Wasser & Taucheruhren
Die drehbare Taucherlünette dient ursprünglich dazu, die verbleibende Tauchzeit abzulesen. Vor dem Tauchgang wird die Nullmarkierung auf den Minutenzeiger ausgerichtet. Während die Zeit vergeht, zeigt die Position des Minutenzeigers auf der Lünette die vergangene Zeit an. Bei klassischen Taucheruhren ist die Lünette normalerweise nur in eine Richtung drehbar, damit ein versehentliches Verstellen nicht zu einer längeren angezeigten Restzeit führt. Auch im Alltag eignet sich die Lünette zum Messen von Zeitintervallen.
Angaben wie 5 BAR, 10 BAR oder 20 BAR beschreiben die Druckbeständigkeit einer Uhr unter definierten Prüfbedingungen. Sie bedeuten nicht automatisch, dass die Uhr für jede Form von Wasserkontakt geeignet ist. Entscheidend sind unter anderem der Zustand der Dichtungen, eine korrekt verschlossene Krone und die allgemeine Wartung der Uhr. Besonders bei niedrigeren Druckangaben sollte die Uhr nicht als uneingeschränkt schwimmtauglich betrachtet werden.
Die BAR-Angabe beschreibt den Druck, dem eine Uhr unter Prüfbedingungen standhalten kann:
Diese Werte sind jedoch nicht direkt mit einer realen Tauchtiefe gleichzusetzen. Bewegung im Wasser, Druckspitzen und andere Bedingungen können die tatsächliche Belastung verändern. Entscheidend ist daher immer die konkrete Herstellerfreigabe für die jeweilige Nutzung.
Uhrenwissen
Die Gangreserve bezeichnet die Zeit, die eine mechanische Uhr nach vollständigem Aufziehen weiterläuft, ohne erneut aufgezogen werden zu müssen. Bei vielen mechanischen Uhrwerken liegt sie ungefähr zwischen 40 und 80 Stunden. Wird die Uhr länger nicht getragen, kann sie stehen bleiben.
Automatikuhren arbeiten mechanisch und benötigen grundsätzlich keine Batterie. Ihre Energie wird über eine Zugfeder gespeichert, die durch den Rotor und teilweise auch durch Handaufzug gespannt wird. Quarzuhren verwenden dagegen ein elektronisches Uhrwerk, das seine Energie meist aus einer Batterie oder einem anderen Energiespeicher erhält. Quarzuhren sind besonders präzise und unkompliziert, während Automatikuhren die traditionelle mechanische Uhrentechnik verkörpern.
Mechanische Uhren können im Gegensatz zu Quarzuhren eine gewisse tägliche Gangabweichung aufweisen. Die tatsächliche Genauigkeit hängt unter anderem vom verwendeten Uhrwerk, der Lage der Uhr, der Temperatur und der individuellen Regulierung ab. Kleine Abweichungen sind bei mechanischen Uhren grundsätzlich normal. Bei einer deutlich größeren oder plötzlich auftretenden Abweichung kann eine Überprüfung oder Regulierung durch einen Fachbetrieb sinnvoll sein.
Saphirglas besteht aus synthetisch hergestelltem Saphir und wird bei vielen hochwertigen Uhren als Uhrenglas eingesetzt. Es zeichnet sich durch eine sehr hohe Kratzfestigkeit aus und eignet sich dadurch besonders für den täglichen Gebrauch. Trotz seiner hohen Härte ist Saphirglas nicht unzerstörbar und kann durch starke Stöße beschädigt werden. Je nach Uhr kann das Glas zusätzlich mit einer Antireflexbeschichtung versehen sein.
Die Lug-to-Lug-Maßangabe beschreibt den Abstand von der Spitze des oberen Bandanstoßes bis zur Spitze des gegenüberliegenden unteren Bandanstoßes. Sie ist neben dem Gehäusedurchmesser entscheidend dafür, wie groß eine Uhr am Handgelenk tatsächlich wirkt. Zwei Uhren mit identischem Durchmesser können aufgrund unterschiedlicher Lug-to-Lug-Maße deutlich unterschiedlich tragen.
Funktionen
Eine GMT-Uhr ermöglicht es, neben der lokalen Uhrzeit eine weitere Zeitzone abzulesen. Dafür besitzt sie typischerweise einen zusätzlichen Stundenzeiger, der sich einmal in 24 Stunden um das Zifferblatt bewegt. In Kombination mit einer 24-Stunden-Lünette lässt sich beispielsweise die Zeit an einem anderen Ort der Welt ablesen. Besonders praktisch ist diese Funktion auf Reisen oder für Menschen, die regelmäßig mit anderen Zeitzonen zu tun haben.
Ein Chronograph ist eine Uhr mit integrierter Stoppfunktion. Über die zusätzlichen Drücker und Hilfszifferblätter können Zeitintervalle gemessen werden, während die normale Uhrzeit weiterhin angezeigt wird. Je nach Modell können beispielsweise Sekunden, Minuten oder Stunden gestoppt werden. Die zusätzlichen Anzeigen auf dem Zifferblatt werden häufig als Totalisatoren bezeichnet.
Ein Tachymeter ist eine Skala, mit der sich eine Geschwindigkeit anhand der gemessenen Zeit bestimmen lässt. Häufig befindet sich die Tachymeterskala auf der Lünette eines Chronographen. Wird beispielsweise die Zeit gestoppt, die für eine Strecke von einem Kilometer benötigt wird, kann anhand der Skala die durchschnittliche Geschwindigkeit abgelesen werden. Heute ist der Tachymeter bei vielen Uhren vor allem ein charakteristisches Designelement klassischer Sport- und Rennchronographen.
Pflege & Wartung
Eine Automatikuhr sollte regelmäßig mit einem weichen, trockenen Tuch gereinigt werden, um Schweiß, Staub und Verschmutzungen zu entfernen. Starke Stöße, extreme Temperaturen und unnötige Magnetfelder sollten möglichst vermieden werden. Bei Uhren mit Wasserbeständigkeit ist darauf zu achten, dass Krone und gegebenenfalls Drücker korrekt verschlossen sind. Dichtungen unterliegen einem natürlichen Verschleiß und sollten bei Bedarf überprüft werden.
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